Änderungen für die Photovoltaik

 

 

Vergütungssätze

 

Die Vergütung/Erlösobergrenze für Solaranlagen in, an oder auf einem Gebäude oder einer Lärmschutzwandbeträgt gemäß § 51 EEG in Zukunft. (November 2014)


   1. bis einschließlich einer installierten Leistung von 10 Kilowatt 13,02 Cent/kWh
   2. bis einschließlich einer installierten Leistung von 40 Kilowatt 12,67 Cent/kWh
   3. bis einschließlich einer installierten Leistung von 1 Megawatt 11,38 Cent/kWh
   4. bis einschließlich einer installierten Leistung von 10 Megawatt 9,14 Cent/kWh.


Freiflächenanlagen bis einschließlich einer installierten Leistung von 10 Megawatt werden weiterhin unter den spezifischen Bedingungen des § 51 Abs. 1 Nr. 1 und 2 EEG mit 9,14 Cent/kWh vergütet.

 

 

Ausbaupfad und Degression

 

Grundsätzlich wird an dem Prinzip des „atmenden Deckels“ festgehalten. Der Zielkorridor wird allerdings enger gefasst und die Basisdegression abgemildert. Beträgt der prognostizierte Zubau brutto zwischen 2.400 und 2.600 Megawatt (bisher 2.500 bis 3.500 Megawatt), verringern sich die Vergütungssätze ab dem 1. September 2014 um 0,5 Prozent pro Monat (bisher 1 Prozent). Je nach prognostiziertem Zubau wird diese Basisdegression wie gewohnt ggf. angehoben oder abgesenkt. Wird der jährliche Ausbaukorridor überschritten, erhöht sich die Degression auf einen Wert von maximal 2,8 Prozent pro Monat. Umgekehrt verringert sich die monatliche Absenkung bei Unterschreiten des Ausbaukorridors auf bis zu null Prozent. Liegt der prognostizierte Ausbau unter 1.000 Megawatt erhöht sich sogar die in § 51 EEG festgeschriebene Vergütung einmalig zum jeweiligen Quartal um 1,5 Prozent. An der Deckelung des Gesamtausbaus der Photovoltaik von 52 Gigawatt installierter Leistung wird festgehalten.

 

 

Marktintegrationsmodell entfällt für Neuanlagen

 

Nach dem EEG 2012 erhielten Photovoltaikanlagen ab einer installierten Leistung von 10 Kilowatt bis einschließlich 1.000 Kilowatt nur für maximal 90 Prozent der erzeugten Strommenge den normalen Einspeisetarif (Marktintegrationsmodell). Diese Regelung wurde ersatzlos gestrichen, gilt jedoch für Anlagen, die zwischen dem 1. April 12 und dem 31. Juli 14 installiert wurden, fort.

 

 

Ausschreibungsmodell Freiflächenanlagen

 

Im Laufe des kommenden Jahres soll für Photovoltaik-Freiflächenanlagen das Fördersystem nach dem EEG ersetzt werden durch ein Ausschreibungsmodell. Der Gesetzgeber möchte so Erfahrungen mit dem Ausschreibungsverfahren sammeln, welches dann ab 2017 für alle Erneuerbare-Energien-Anlagen maßgebend sein soll.

 

Das Bundeswirtschaftsministerium hat erste Eckpunkte für ein Ausschreibungsdesign für PV-Freiflächenanlagen vorgelegt. Grundsätzlich ist vorgesehen, das Ausschreibungsvolumen auf 600 Megawatt pro Jahr festzulegen. Geplant sind mindestens zwei Ausschreibungsrunden pro Jahr, die von der Bundesnetzagentur durchgeführt werden. Die realisierten Anlagen sollen auf den Gesamtzubau bei der Photovoltaik angerechnet werden, sodass sie auch Einfluss auf die Degression der Förderung haben. Teilnehmer an dem Bieterverfahren müssen einen Wert für die installierte Leistung nennen, für die sie eine Förderberechtigung erhalten wollen. Die maximal installierbare Leistung einer einzelnen Freiflächenanlage soll auf 25 Megawatt beschränkt werden.

 

Als Ausschreibungsverfahren wird ein „statisches Pay-as-Bid“-Modell vorgeschlagen, bei dem Bieter in jeder Ausschreibungsrunde einmalig ein verdecktes Angebot abgeben können, an das sie in der Folge gebunden sind. Den Zuschlag erhält das kostengünstigste Angebot. Die Förderung erfolgt dann im Rahmen der Direktvermarktung über die gleitende Marktprämie pro eingespeister Kilowattstunde.

 

 

 

 

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